Tierphysio Nina Reiber St. Ingbert

Der tierphysiotherapeutische Befund

Voraussetzung für jede Behandlung ist eine ausführliche und vollständige Befunderstellung. Hierbei werden nicht nur bekannte Problemzonen untersucht, sondern ein Gesamtbild des aktuellen Zustandes von Muskulatur, Gelenken und des Nervenapparates erstellt.

Zuvor sollte eine tierärztliche Diagnose gestellt worden sein. Röntgenbilder und Befunde sollten zur Befunderstellung mitgebracht werden, im besten Falle liegt eine Überweisung vom behandelnden Tierarzt vor.

Für diesen ersten Besuch beim Tierphysiotherapeuten sollten Sie ausreichend Zeit mitbringen. In der Regel sind 90 Minuten notwendig um den Befund zu erstellen, die Therapieziele festzulegen, gewünschte Informationen weiterzugeben und die erste Therapieeinheit durchzuführen. Wenn möglich sollten Sie unmittelbar vor der Behandlung einen kleinen Spaziergang mit Ihrem Hund machen, damit er sich lösen kann. Außerdem sollte der Patient vor der Behandlung keine größeren Mahlzeiten zu sich nehmen. Da fast alle Patienten auf Bodenmatten behandelt werden, müssen Sie damit rechnen, dass Sie zusammen mit mir und Ihrem Tier auf selbigen Platz zu nehmen.

Der Befund beinhaltet eine ausführliche Befragung nach den wichtigsten Patientendaten (wie Name, Alter, Geschlecht,..), den tierärztlichen Behandlungen, aktueller Medikamentengabe und den Lebensumständen des Tieres (Fütterung, Bewegungsausmaß...). Dem folgt ein sogenannter Sichtbefund, bei welchem die Bewegungsabläufe in verschiedenen Gangarten sowie das Bewältigen von Hindernissen, z.B. Treppen, begutachtet wird. Danach wird der Patient palpatorisch untersucht, d.h. es wird ein Tastbefund erstellt. Hierbei wird auf Entzündungen, abgebaute oder verspannte Muskulatur und Fehlstellungen geachtet. Desweiteren werden alle Gelenke –auch die Wirbelsäule- in ihrer Beweglichkeit geprüft und die Nerven mittels Überprüfung der Reflexe getestet.

Abschließend wird meist schon nach der Befunderstellung ein kleines Hausaufgabenprogramm erstellt, welches der Halter bis zum nächsten Besuch umsetzen soll. Denn einen großen Beitrag zum Erfolg der Therapie leistet der Besitzer selbst.

Ablauf der weiteren Therapieeinheiten

Im Verlauf des Befundes wird bereits ein Therapieplan erstellt, in dem abgeschätzt wird, wie oft und in welchen Abständen Ihr Tier behandelt werden sollte. Leider ist es nicht möglich hier eine allgemeine Aussage über den Therapieverlauf zu machen. Kann man den einen Patient bereits nach sechs Behandlungseinheiten aus der Therapie entlassen, so sind bei einem anderen zwölf Einheiten notwendig. Manche bleiben aufgrund ihrer fortschreitenden Problematik Dauerpatienten.

Jede auf den Befund folgende Therapieeinheit dauert etwa 45 Minuten. Hierbei kommen dann die individuell einsetzbaren Therapieformen zum Einsatz, welche Sie in ihrer Gesamtheit unter dem Überbegriff „Therapieangebot“ finden können.